Übergang vom Kindergarten in die Grundschule

Ein wichtiges Ziel der Kooperation zwischen Schule und Kindergarten ist es, die Kinder auf die Schule vorzubereiten und möglichst einen bruchlosen Übergang aus dem ungebundenen zweckfreien Spielalter in das pflichtbetonte, zweckgerichtete Lernalter zu schaffen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein regelmäßiges Treffen mit gegenseitigem Austausch und Planen notwendig. Lehrer und Erzieherinnen sind über Inhalte und Arbeitsformen informiert und haben dort jeweils praktische Erfahrungen gesammelt. Zum neuen Kindergartenjahr und Schuljahr wird ein gemeinsamer Jahresplan erarbeitet.

Bei diesen Abstimmungsgesprächen werden beispielsweise gemeinsame Elternabend festgelegt und Besuche der Kinder in der Schule vereinbart.
Ein besonderes Gewicht bei unserer Kooperation liegt auf der Zusammenarbeit von Erzieherinnen und Lehrern mit den Eltern.
Zu Beginn des jeweils letzten Kindergartenjahres des Kindes werden die Eltern über die Maßnahmen der Kooperation informiert.

Ein weiteres Projekt zwischen Kindergarten und Grundschule ist das Projekt „Schulreifes Kind“.
Das schulreife Kind ist eine weitere Synapse, der Berührungspunkt, zwischen Kindergarten und Schule. Die Förderung des Kindes endet mit dem Kompetenzerwerb der Schulreife. Die Grundschule holt das schulreife Kind ab.

Ein Großteil der Kinder erwirbt die Kompetenzen bis zum 6. Lebensjahr und schafft den Schritt in die Schule.
In jedem Jahrgang gibt es aber auch Kinder, bei denen in der Grundschule Lernschwierigkeiten zu erwarten sind, weil sie die Kompetenzen noch nicht erworben haben.

Ihr Wortschatz ist zu wenig umfangreich, ihr Sozialverhalten zeigt noch Defizite, ihr mathematisches Denken ist noch nicht genügend entwickelt und ihre Konzentrationsfähigkeit entspricht nicht den Anforderungen, die in der Schule gestellt sind.

Alle Rückmeldungen, die Stimmen aller Beteiligter aus der Praxis und jede Evaluation zeigen eindeutig klar, dass das Projekt „Das schulreife Kind“ für Kinder, bei denen in der Grundschule Lernschwierigkeiten zu erwarten sind, eine effektive Fördermaßnahme ist.

Dies ist ein Netzwerk für die Förderung zum Kompetenzerwerb der Schulreife.
Es umfasst mathematische, sprachliche und soziale Bereiche.

Die Kinder in diesem Projekt haben ähnliche Entwicklungsauffälligkeiten. Hinzu kommt, dass vielfach ein Fehlerbewusstsein bei den Kindern besteht und oft ein gezieltes Arbeiten im Kindergarten für sie frustrierend und schwierig ist.
Durch eine homogene Gruppe wird dies entscheidend vermieden, was sich in der Eigenmotivation der Kinder deutlich bemerkbar macht.
Ebenso wird im Rahmen dieses Projektes – durch eine homogene Gruppe – eine optimale Förderung ermöglicht.